Ich werde nicht hassen (I shall not hate)
Bild Ich werde nicht hassen

Monolog nach dem Buch von Izzeldin Abuelaish
(Eigenproduktion 2016)


Im Januar 2009 schlagen israelische Panzergranaten im Haus von Dr. Izzeldin Abuelaish in Gaza ein und töten drei seiner Töchter sowie seine Nichte. Seine Tragödie ist für unzählige Familien in Nahost grausamer Alltag. Die immer wiederkehrende Eskalation von Gewalt, Zerstörung und Leid auf beiden Seiten des Konflikts lässt einen dauerhaften Frieden in weite Ferne rücken.
Wie gesprächsbereit sind wir, wenn wir unsere eigene Existenz gefährdet sehen? Besitzen wir die Stärke, über unsere Ängste und Wunden hinwegzusehen und einander neu zu begegnen? Wie sehr geht uns ein Krieg außerhalb unserer eigenen Grenzen an?
Dr. Izzeldin Abuelaish plädiert für Versöhnung und Verständnis, für ein Leben aller Menschen in Sicherheit und Würde – und bei all seinen Bemühungen wird er von seinem Sohn Abdullah beobachtet. Im Versuch, sich in einem Leben von Angriffen und Gegenangriffen zurechtzufinden, ist Abdullah nicht immer so stark wie sein Vater. Doch er klammert sich an der Hoffnung fest, die der Vater ihm vorlebt, und findet im absurden Alltag von Gaza seinen eigenen inneren Frieden wieder. »Ich werde mich weiter bewegen, aber ich brauche Ihre Begleitung auf diesem langen Weg. Es ist an der Zeit, dass wir uns hinsetzen und endlich miteinander reden.«