DIE REINSTE LIEBESKUNST
Sonette und Liebesszenen von Shakespeare

Die Liebessonette von Shakespeare aus dem Jahr 1609 bilden den Rahmen für vielschichtige Betrachtungen über die Liebe. Wann liebt man? Wie spürt man das? Der Dichter als Liebender lässt uns teilhaben an sehnsuchtsvoller Liebe, die das Objekt der Begierde mit einem Sommertag vergleicht, aber auch an den entsetzlichen Qualen der eifersüchtigen, betrogenen, enttäuschten und vielleicht auch verlorenen Liebe. Poesie und Spiel gehen in einander über, Träume und Sehnsüchte wechseln sich ab mit komischen und weisen Beobachtungen…
Die Sonette sind die einzige persönliche Mitteilung des sonst in seinem Gesamtwerk so unpersönlichen Autors. Der Dichter lässt uns allerdings über die angesprochenen Personen - den schönen aristokratischen Jüngling und die geheimnissvolle »Dark Lady« – völlig im Dunklen, ganz im Gegensatz zu der sonst für Shakespeare üblichen Klarheit. Idee zu dieser zweiten Eigenproduktion der Lehnschulzen-Hofbühne Viesen unter der Regie von Boris von Poser hatte Katja Lebelt. Als Textgrundlage diente ihr die von Martin Flörchinger (1909 - 2004) unter dem Titel »Und Narren urteil'n über echtes Können« 1996 erschiene Neuübersetzung der Shakespeare Sonette.