RÜCKEN AN RÜCKEN
Eine szenische Lesung des Romans von Julia Franck

Ostberlin, Ende der 50er Jahre. Die Geschwister Ella und Thomas wachsen im Haus der Bildhauerin Käthe auf. Sie flüchten sich in eine eigene Welt, doch vor den Zugriffen ihrer Umgebung finden die keinen Schutz. Käthe, eine kraftvolle und schroffe Frau, hat sich für das kommunistische Deutschland entschieden. Leidenschaftlich vertritt sie die Erfindung einer neuen Gesellschaft. Den Preis haben ihre Kinder zu zahlen. Als 1961 die Mauer errichtet wird, kann niemand die Tragödie aufhalten.
(Quelle Fischerverlag.de)
»Rücken an Rücken« ist ein sehr umstrittenes Werk, denn Julia Franck wurde häufig eine zu drastische schwarz-weiß Malerei in diesem Roman vorgeworfen. Was dieses Buch auf jeden Fall erreicht, sind heftige emotionale Reaktionen. Erinnerungen an die eigene Kindheit – egal ob sie im Osten oder im Westen Deutschlands oder irgendwo auf der Welt stattgefunden hat. Was sind das für Konflikte, in die eine alleinerziehende Mutter mit Kindern gerät, wenn sie für ihre Kunst brennt oder damit das Geld für die Familie verdienen muss? Verträgt sich Kunst und Familie? Welche Lösungsvorschläge haben sich als Irrtum erwiesen und wie erinnern die Kinder heute diese Zeit? Unterscheiden sich die Erfahrungen aus Ost- und Westdeutschland?